Wie (über)lebt man in der Staatspleite?

Massive Proteste, die Wirtschaft schrumpft rapide, Streiks legen das Land lahm, die Regierung wankt. Was kommt auf die Griechen zu, wenn sie den extremen Sparkurs nicht mitmachen, die „Rettung“ scheitert? Wer verdient an der Staatspleite?

Es gibt Beispiele. Das zeigt ein hörenswertes Feature aus dem argentinischen Alltag des Staatsbankrotts im Jahr 2001, „Tango auf dem sinkenden Schiff“, vor kurzem im Deutschlandfunk gesendet.

Was passiert während eines Staatsbankrotts? Wer bezahlt welchen Preis und wer sind die Gewinner, die sich bereichern? Wie kann man leben, wenn die Produktion wegbricht und zur Massenarbeitslosigkeit führt? Wenn das Ersparte von den Banken zurückgehalten wird? Wenn das Einkommen derjenigen, die noch Arbeit haben, wegen der Geldentwertung nicht mehr für den Lebensunterhalt reicht? Wenn das Geld irgendwann nichts mehr wert ist und durch Tauschhandel ersetzt wird, die Geschäfte gestürmt werden? Wenn für viele Hunger und Kriminalität zum Alltag gehören?

„(…) Am schlimmsten erwischt hat es die unteren Schichten, die fielen komplett aus der Welt, hatten nichts, keine Arbeit, kein Einkommen. Die Mittelschicht musste sich einschränken, sehr viele haben heute noch ein niedrigeres Lebensniveau. Den Wohlhabenden hat es kaum geschadet. Die Schere zwischen arm und reich ist seither weit aufgegangen in Argentinien.“

Als Podcast beim dradio oder zum Nachlesen als PDF.

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