Konversionsfläche Kelley Barracks: Wohnraum schaffen!

© OpenStreetMap und Mitwirkende, CC BY-SA, sowie eigene Markierung

Keine Stadt in Hessen wächst so stark wie Darmstadt. Vergleichbar mit den weitaus größeren Metropolen: Wohnraum, gerade günstiger Wohnraum, ist schon lange knapp, der hiesige Wohnungsmarkt heiß umkämpft. Die Vernichtung preiswerten Wohnraums hat bereits begonnen, der Bauverein ist einer der Vorreiter. Die Politik hat nicht reagiert.

Wer jeden Tag viele Kilometer mit dem Auto ins Büro fahren muss, spürt die hohen Spritpreise. Deshalb wollen viele dort leben, wo Beruf, Familie und Freizeit gut vereinbar sind. Sie wollen kurze Wege, wollen in Darmstadt leben, das umfassende Angebot einer Stadt genießen. Aber Darmstadt hat nichts verstanden, oder will nicht verstehen, will Büros, Platz für ver­ar­bei­ten­de Un­ter­neh­men, eine grüne Quar­tiers­mit­te und Al­leen, alles. Doch: Wohnen sollen wir im Umland − siehe hier.
Größere fluglärmfreie Flächen für verdichtetes Wohnen − also preiswertes Wohnen, keine Stadthäuser − sind in Darmstadt nicht verfügbar, die Konversionsflächen in Bessungen reichen nicht, um den Bedarf zu decken. Flächen für Gewerbe gibt es jedoch z.B. auf der Knell und nördlicher.

Was könnte uns die Konversionsfläche bieten?

  • ca. 60% der ehemaligen Kelley Baracks als Wohnfläche, 20% als Mischgebiet Wohnen und Arbeiten, 20% Gewerbegebiet.
  • 3-4 Vollgeschosse bauen, verdichtet und damit preiswert, angrenzend an den Westwald
  • Modellprojekt Familien- und WG-freundliche Wohnungen mit 4-5 Zimmern bei bezahlbarer Wohnflächengröße von 80 bis 90m² z.T. öffentl. gefördert
  • entlang der Eschollbrücker Straße Wohnen und Gewerbe
  • im Osten anschließendes, nichtstörendes Gewerbegebiet wird durch Grünstreifen getrennt
  • gute ÖPNV-Anbindung: Die nördlich gelegene K-Bus Endhaltestelle kann um eine Station in das Wohngebiet verlängert werden
  • Einzelhandel ist an der Eschollbrücker Straße fußläufig vorhanden
  • geschlossende Gewerbe- oder Mischgebietsausweisung als Lärmschutz zur Eschollbrücker Str.
  • heutiger Baumbestand auf Planungsgebiet bleibt erhalten
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Ein Kommentar zu “Konversionsfläche Kelley Barracks: Wohnraum schaffen!

  1. Stadtbaurätin Lindscheid sorgt sich um die Mieter! In einem Brief vom 2. Januar 2013 schreibt sie:
    „Ab 5% Leerstandsquote geht man überhaupt erst von einem funktionierenden, weil ansatzweise mieterfreundlichen Markt aus.“ Gut so, könnte man meinen. Aber Vorsicht! Frau Lindscheid meint den Leerstand an gewerblichen Immobilien in Darmstadt! Sie sorgt sich um die Entwicklung des Mietpreises für das Gewerbe. Und wie sieht es auf dem Markt für bezahlbaren Wohnraum aus? Das Institut für Wohnen und Umwelt (Darmstadt) hat in einer Studie im Auftrag der Stadt Darmstadt 2008 errechnet, dass in Darmstadt jährlich 500 bis 600 Wohneinheiten mit bezahlbaren Mieten fehlen. Trotzdem hält die grün/schwarze Stadtregierung eisern daran fest, nur eine der 6 Konversionsflächen für Wohnraum zu nutzen. Es wird noch lange dauern bis der Wohnungsbedarf gedeckt ist.
    Es wird noch Jahre dauern, bis auf Nathan-Hale und Kelly-Barracks der erste Spatenstich gemacht wird. Und ob es Investoren für die gesamte Fläche zur gewerblichen Nutzung gibt, ist völlig offen. Niemand weiß, was dort schlussendlich entstehen wird. Konkrete Pläne gibt es nicht. Aber Lindscheid weiß: erst mal eine Straße bauen. Hinein in den Westwald!
    Mit der Westwaldallianz, 3 Naturschutzverbände und zwei Bürgerinitiativen hat sie allerdings nicht gerechnet. Mehr darüber: http://www.westwald.de.

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