Darmstadt adé…

Und ich freu mich. Endlich wieder in einer großen Stadt!

 

Ich lebe seit Ende Februar in Frankfurt am Main und damit pausiert das Blog oder startet irgendwann mit neuem Auftritt. Dank den vereinzelten Leserinnen und Lesern!

Advertisements

Neue Fenster. Gesehen in Duisburg.

__ATA.cmd.push(function() { __ATA.initVideoSlot('atatags-370373-5b76aa5b007f8', { sectionId: '370373', format: 'inread' }); });

Modernisierung

kaputtsaniert

Kaputtsaniert. Baugleiche Häuser in der Sandbergstraße, Darmstadt-Bessungen (Foto: eigenes)

Als das Ende begann…

Stolze-Abriss

Erinnerung an die wunderschönen Dezembertage, an dem der Abriss des Stolze-Hauses begann. Zurzeit werden die letzten Trümmer entfernt. Der Neubauentwurf der IHT ist allerdings auch kein Highlight (zum Entwurf), siehe auch Bericht im Echo Online. Ich frage mich, warum die Fassade nicht stärker vertikal gegliedert wird. Auch das IHT-Haus an der Heidelberger Straße / Moosbergstraße ist keine Perle, siehe auch Artikel im Echo.
Hoffentlich haben die Einwände des städtischen Gestaltungsbeirates noch Einfluss auf die Neckarstraßen-Fassade.

Wie es vorher in alter Blüte wirkte, hatte ich hier dokumentiert.

Länderfinanzausgleich: Jubelsender hr-online

Tja, da gab’s was zu jubeln: Begeisterung beim Hessischen Rundfunk, der glanzvoll über die gemeinsame Tagung der klagenden „Geberländer“ in Wiesbaden berichtet. Doch was ist das? Der Beitrag ab 17:35 Uhr lässt mich stutzen: Ausgiebige Stellungnahmen der Gastgeber. Kein Kritiker kommt zu Wort. Kein Hinweis, dass die derzeitige Situation aus einem zwei Jahre alten Urteil des Bundesverfassungsgerichts hervorgegangen ist, das auch Hessen und Bayern damals ausdrücklich begrüßt hatten. Und dass ab 2016 ohnehin Verhandlungen über eine Neuordnung des Länderfinanzausgleichs geplant sind,  denen sich Bayern und Hessen nun verschließen, wird mit keiner Silbe erwähnt. Stattdessen drei dumme, unreflektierte Hörerkommentare; ohne Richtigstellung der falschen Fakten durch den Sender.

Im Web, selbst jetzt, am späten Abend, sprechen die verschlagzeilten hr-online Links für sich: „Sitzungsstart mit Länderhymnen – Klage gegen Finanzausgleich wird festgezurrt – Bouffier in hr1: Das ist keine Wahlkampfpropaganda“. hr, der Jubelsender? Doch nun hat man sich etwas gefangen und lässt andere Stimmen zu Wort kommen: „Wirtschaftsforscher: Am Ende könnte Hessen auch mehr zahlen müssen“. Wenn auch keine Gegenposition, so doch immerhin eine Analyse. Gibt es im Hessischen Rundfunk erst nach internem Gerangel ausgewogene Berichterstattung zum Thema Landesregierung?

Ganz anders der Deutschlandfunk, ab 18:17 Uhr bei etwa gleicher Länge des Beitrags, wird das Ergebnis mit den notwendigen Hintergrundinformationen garniert. Und der NRW-Finanzminister kommt kurz mit seiner Gegenposition zu Wort (klar, man ist in Köln).
Selbst die Tagesthemen am gleichen Abend berichten ausführlich, über Hintergründe und Gegenpositionen. Und dass Bayern erst seit 1993 zahlt. Bis 1986 war es übrigens Empfängerland. Aber das habe ich nicht im hr erfahren.

Organspende: Doppelmoral der Verweigerer

Hiermit ganz offiziell mein Unverständnis gegenüber jenen, die ihre Spende verweigern, weil jemand sie erhalten könnte, der unrechtmäßig bevorzugt wird.
Ist nicht jedes Menschenleben eine Spende wert? Lasst ihr lieber jemand elend verrecken und werft eure Organe nutzlos in den Dreck?

Zweites Aufmupfen: Kommt es nicht gerade wegen der – auch aus diesem Grund – dramatisch schlechten Organspendesituation zu den betrügerischen Bevorzugungen?

Autobahnanbindung Konversionsgebiet – Westwald erhalten

Konversionsgebiet Hale-Depot Alternative Autobahn-Anbindung

© OpenStreetMap und Mitwirkende, CC BY-SA, sowie eigener Entwurf

So geht’s auch: Statt den Westwald anzutasten, ein Kreisel an der Hilpertstraße / Kavalleriesand. Tastet die Erweiterbarkeit der Rhein-Neckar-Bahn nicht an, bringt den Gewerbeverkehr auf das Gelände des ehemaligen Nathan-Hale-Depots. Entschärft die heute für Fußgänger und Radfahrer gefährliche Kreuzung. Wir brauchen 50m² ungenutzte Wiest-Grundstücksfläche und vielleicht 300m² ebensolche von der Bahn AG. Den Kreisverkehr kann man vielleicht noch kleiner bauen. Etwas tricky wird die Kreiselanbindung aus dem Gefälle der Eisenbahnbrücke heraus werden, aber nichts Unmögliches. Halten wir’s mit Bob dem Baumeister: Das schaffen wir! Und mit Kraft ins neue Jahr!

Ohnmacht

Tauben Luisenplatz 2012-12-22

Erinnert an Darmstadt-Cycling…

Im scared to death to ride

Foto: © Katie King Rumford

…bezieht sich aber auf Frisco: Ein Shot aus dem lesens- und sehenswerten Online-Buch von Katie King Rumford „Urban Cycling„.

Darmstädter Heimstättensiedler wollen keine neue Buslinie

Eigentlich spricht das ja für sich selbst. Doch zwei Sätze will ich noch beisteuern: Ich finde es beeindruckend, eine Buslinie wegen Lärm und Abgasen abzulehnen. Da fährt man doch lieber mit dem Auto.
Mehr dazu Bessunger Nachrichten, 15/2012, Seite 7 (PDF), oder bei der SPD-Heimstättensiedlung sowie der Linienverlauf ebendort (PDF).

Radwegenetz: Das Nord/Süd-Problem

Aktuell prüft das Ordnungsamt wieder mal, ob das Fahrverbot in der Wilhelminenstraße eingehalten wird. Doch für Radler gibt es keine Alternativen: Um eine zweckmäßige Nord/Süd-Verbindung hat man sich nicht gekümmert.

Ein Ausschnitt des offiziellen Darmstädter Radwegenetzplans zeigt, Radfahrer haben keine Alternative zur Fußgängerzone Wilhelminenstraße, wenn sie sicher und ohne absurde Umwege beispielsweise von Bessungen ins Martinsviertel wollen. Die vor kurzem mit großem Tam-Tam angekündigte Radfahrstraße führt ins Nichts: In Richtung Norden heißt es absteigen und schieben. Alle paar Monate wird die Wilhelminenstraße ohnehin in beiden Richtungen durch Wein- oder Autofeste blockiert. Über die (von mir gelb markierten) gefährlichen radweglosen und durch Autoverkehr hoch belasteten Alternativen Holzstraße, Neckarstraße oder Kasinostraße wagt sich nur eine Minderheit der Radfahrer.

Konversionsfläche Kelley Barracks: Wohnraum schaffen!

© OpenStreetMap und Mitwirkende, CC BY-SA, sowie eigene Markierung

Keine Stadt in Hessen wächst so stark wie Darmstadt. Vergleichbar mit den weitaus größeren Metropolen: Wohnraum, gerade günstiger Wohnraum, ist schon lange knapp, der hiesige Wohnungsmarkt heiß umkämpft. Die Vernichtung preiswerten Wohnraums hat bereits begonnen, der Bauverein ist einer der Vorreiter. Die Politik hat nicht reagiert.

Wer jeden Tag viele Kilometer mit dem Auto ins Büro fahren muss, spürt die hohen Spritpreise. Deshalb wollen viele dort leben, wo Beruf, Familie und Freizeit gut vereinbar sind. Sie wollen kurze Wege, wollen in Darmstadt leben, das umfassende Angebot einer Stadt genießen. Aber Darmstadt hat nichts verstanden, oder will nicht verstehen, will Büros, Platz für ver­ar­bei­ten­de Un­ter­neh­men, eine grüne Quar­tiers­mit­te und Al­leen, alles. Doch: Wohnen sollen wir im Umland − siehe hier.
Größere fluglärmfreie Flächen für verdichtetes Wohnen − also preiswertes Wohnen, keine Stadthäuser − sind in Darmstadt nicht verfügbar, die Konversionsflächen in Bessungen reichen nicht, um den Bedarf zu decken. Flächen für Gewerbe gibt es jedoch z.B. auf der Knell und nördlicher.

Was könnte uns die Konversionsfläche bieten?

  • ca. 60% der ehemaligen Kelley Baracks als Wohnfläche, 20% als Mischgebiet Wohnen und Arbeiten, 20% Gewerbegebiet.
  • 3-4 Vollgeschosse bauen, verdichtet und damit preiswert, angrenzend an den Westwald
  • Modellprojekt Familien- und WG-freundliche Wohnungen mit 4-5 Zimmern bei bezahlbarer Wohnflächengröße von 80 bis 90m² z.T. öffentl. gefördert
  • entlang der Eschollbrücker Straße Wohnen und Gewerbe
  • im Osten anschließendes, nichtstörendes Gewerbegebiet wird durch Grünstreifen getrennt
  • gute ÖPNV-Anbindung: Die nördlich gelegene K-Bus Endhaltestelle kann um eine Station in das Wohngebiet verlängert werden
  • Einzelhandel ist an der Eschollbrücker Straße fußläufig vorhanden
  • geschlossende Gewerbe- oder Mischgebietsausweisung als Lärmschutz zur Eschollbrücker Str.
  • heutiger Baumbestand auf Planungsgebiet bleibt erhalten

Die Perle der Neckarstraße

Die Perle der Neckarstraße
Hilflos oder unfähig? Ansichten einer Stadt − das seit Jahren leerstehende Gebäude kurz vor der Rheinstraße bietet jedem Besucher Darmstadts einen tiefen Enblick in die hiesige Architektur und Stadtplanung.

Westwald retten - Bannwald

Offene Bibliothek Bessungen im neuen Gehäuse

Die zuletzt vom Wetter ziemlich mitgenommene Offene Bibliothek am Bessunger Platz hat wieder einen neuen Schrank. Und der ist auch jetzt randvoll gefüllt mit Literatur − über 300 Bücher. Einen Mangel an Büchern gab es bisher sowieso noch nie.

Neu ist der unter den Türen angebrachte USB-Stick, der als „Offener Briefkasten“ fungieren soll. Den finde ich allerdings etwas unglücklich in den Sockel eingelassen. Laptop direkt dranstecken geht nicht.

Bedauerlich ist der noch immer niedrige Bekanntheitsgrad, selbst im Stadtteil. Reinschauen lohnt sich wirklich!

Bloggen auf WordPress.com.